Welt: Steuerreform - „Reichensteuersatz auf 60 Prozent“ – Linke hält Anhebung für überfällig
Wie stark werden Spitzenverdiener künftig belastet? Der SPD-Generalsekretär spricht von 56 Prozent „Reichensteuer“, die Linke geht noch weiter.
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Unterstützung für den SPD-Vorschlag einer erheblichen Anhebung der „Reichensteuer“ kam von der Linkspartei: „Die Anhebung der sogenannten Reichensteuer – also des Extra-Steuersatzes auf Einkommen ab aktuell 277.826 Euro – wäre überfällig, weil zum ersten Mal seit Amtsantritt des Kabinetts Merz auch die Reichsten in die Pflicht genommen würden“, sagte die Linke-Steuerpolitikerin Doris Achelwilm WELT. „Den Reichensteuersatz zu erhöhen und vorzuziehen, muss durchgezogen werden, und zwar, ohne dass die CDU neue Steuerschlupflöcher für Spitzeneinkommen aufmacht oder die Mehrwertsteuer für alle erhöht.“
Die Linke wolle 95 Prozent der Einkommen entlasten. „Zur Gegenfinanzierung muss der Spitzensteuersatz ab einer erhöhten Schwelle von 85.000 Euro wieder auf 53 Prozent angehoben werden, der Reichensteuersatz auf 60 Prozent.“ Dies betreffe etwa ein Prozent der Bevölkerung. Zudem sei eine Wiedereinführung der Vermögensteuer auf Kapital, Aktien- oder Immobilienbesitz unumgänglich und bringe zusätzliche Spielräume in den nötigen Größenordnungen.
Derzeit werden ab knapp 278.000 Euro Jahreseinkommen 45 Prozent Steuern fällig, bei Ehepaaren ab der doppelten Summe. Der Spitzensteuersatz, der derzeit bei knapp 70.000 Euro Jahreseinkommen greift, liegt bei 42 Prozent.
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