Das Parlament: Mehr Babyglück, weniger lästige Bürokratie

Kindergeld soll künftig ohne Antrag an Familien ausgezahlt werden. Die Koalition sieht darin eine Entlastung, Die Linke kritisiert zu passive Sozialpolitik.

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Linke kritisiert, dass Gutverdiener über den Kinderfreibetrag stärker profitieren

Lob erhielt die Koalition von den anderen Oppositionsfraktionen. Franziska Brantner von Bündnis 90/Die Grünen lobte, dass der Gesetzentwurf vor allem diejenigen entlaste, die das Gros der Arbeit zu Hause leisteten: die Frauen. Sie kritisierte aber mögliche Pläne, den staatlichen Unterhaltsvorschuss zu kürzen, der gezahlt wird, wenn Väter ihren Unterhaltspflichten nicht nachkommen. "Wir Frauen haben viel Geduld, aber ich würde nicht darauf wetten, dass die Geduld von uns Frauen unendlich ist", sagte Brantner.

Doris Achelwilm von der Fraktion Die Linke kritisierte die Höhe des Kindergelds von 259 Euro und dass Gutverdiener über den Kinderfreibetrag stärker profitierten. "Eine zu passive Sozialpolitik lässt sich nicht schöndigitalisieren", sagte Achelwilm. Der Gesetzentwurf und der Antrag wurden an den Finanzausschuss überwiesen.

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