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Equal Pay: Lohndiskriminierung endlich beenden

Am 18. März ist Equal Pay Day in Deutschland. Der am Donnerstag vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Gender Pay Gap, also der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern, beträgt wie in den Vorjahren satte 21 Prozent.  

Doris Achelwilm, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, kommentiert:  

„Die GroKo erreicht hier keinen Schritt nach vorn, mit schwer wiegenden Folgen für Frauen jetzt und später bei der Rente. Frauen und ihre Kinder und Familien haben allen Grund, gegen systematische Benachteiligung und Ausbeutung auf die Barrikaden zu gehen.  

Entgeltdiskriminierung ist kein Einzelschicksal, sondern Ausdruck massiver struktureller Benachteiligungen von Frauen. Auch in diesem Jahr bekommen Frauen bei der Erwerbsarbeit pro Arbeitsstunde ein gutes Fünftel weniger als Männer und arbeiten deshalb quasi bis Ende März unbezahlt. Selbst unter Einbeziehung von Struktureffekten eines an männlichen Erwerbsbiographien ausgerichteten Arbeitsmarktes bleiben 6 Prozent ‚bereinigter‘ Gender Pay Gap – also offene Lohndiskriminierung gegen Frauen, weil sie Frauen sind. Weil Frauen häufiger in kleineren Betrieben arbeiten, wird auch das Entgelttransparenzgesetz der Bundesregierung mit seinen hohen bürokratischen Hürden daran nichts ändern.  

Diese Gerechtigkeitslücke muss im großen Stil geschlossen werden. Es braucht die umfassende Aufwertung von Berufen und Branchen der Pflege- und Sorgearbeit, mehr Mindestlohn(kontrollen), ein Verbandsklagerecht gegen Entgeltdiskriminierung, die Umverteilung von unbezahlten Tätigkeiten zwischen den Geschlechtern sowie stärkere Instrumente für Betriebsräte bei der Durchsetzung von Equal Pay.“


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