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Meine Stellungnahme zur Abstimmung über Neuregelungen zur Organspende

Der Bundestag hat nach umfassender Debatte über Neuregelungen zur Organspende abgestimmt. Unstrittig ist, dass mehr gespendete Organe bei den Wartenden ankommen müssen, um Leben zu retten. Ob die Widerspruchsregelung dafür geeignet bzw. der richtige Weg ist, teilte und einte Meinungen quer durch alle Fraktionen.

Der Bundestag hat heute nach umfassender Debatte über Neuregelungen zur Organspende abgestimmt. Unstrittig ist, dass mehr gespendete Organe bei den Wartenden ankommen müssen, um Leben zu retten. Ob die Widerspruchsregelung dafür geeignet bzw. der richtige Weg ist, teilte und einte Meinungen quer durch alle Fraktionen.

Ja, Appelle allein reichen manchmal nicht. Aber genauso wahr ist, dass ein Großteil der Transplantionen nicht an mangelnder Bereitschaft zur Organspende scheitert, sondern an massiv unterfinanzierten Strukturen und Möglichkeiten etwa in den Entnahme-Krankenhäusern. Grundrechte auf Selbstbestimmung abzuschichten, ohne vorher organisatorische Abläufe im Gesundheitswesen durch eine angemessene Finanzierung auf den nötigen Stand gebracht zu haben, ist für mich - und die Mehrheit des Bundestages - nicht plausibel. Ich habe also für die Entscheidungslösung gestimmt: Die Organspende-Kultur muss an den entscheidenden Stellen besser werden, und dafür braucht es mehr Vertrauensbildung, hervorragende Aufklärung und Information, Spender*innen-Registrierung und körperliche Selbstbestimmung.


Sprecherin der Linksfraktion für Gleichstellungs-, Queer- und Medienpolitik