1. Februar 2018

Nichts ist vergessen und niemand

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz. Damit endete in dieser Todesfabrik das industriemäßige Morden der Shoah. Seit 1996 ist der 27. Januar der offizielle Gedenktag für die Opfer des deutschen Faschismus. DIE LINKE begeht diesen Tag in der festen Überzeugung, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und faschistische Umtriebe jederzeit zu bekämpfen. Im Sinne des Auschwitzüberlebenden Primo Levi, der formulierte: „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.“

Zu den Opfern des Faschismus gehörten auch die mehr als 10.000 Homosexuellen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung inhaftiert, gequält und ermordet wurden.

In den Konzentrationslagern gekennzeichnet mit dem Rosa Winkel, wurden sie Opfer des vernichtenden Lagersystems und Zielscheibe von schwulenfeindlichem Hohn und Spott der SS-Mannschaften. Anstatt die Überlebenden nach 1945 zu rehabilitieren, zu entschädigen und ihnen eine legale Sexualität zu gewähren, galt in der BRD der Paragraph 175 des Strafgesetzbuches – der Homosexualität unter Strafe stellte – noch bis mindestens 1973 weiter. Endgültig aufgehoben wurde er erst im Jahre 1994. Die Fraktion DIE LINKE hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass aufgrund einvernehmlicher Sexualität verurteilte Homosexuelle eine Entschädigung erfahren. Aktuell beteiligt sie sich an der Auseinandersetzung, den Rahmen der Entschädigung weiter zu fassen, damit mehr Betroffene ihren Anspruch geltend machen können.

Am vergangenen Samstag beteiligte sich Doris Achelwilm am Stillen Gedenken vor dem Denkmal für die verfolgten Homosexuellen in Berlin-Tiergarten und legte mit Genossen einen Kranz der Bundestagsfraktion nieder. Dieser Film ist Bestandteil des Berliner Denkmals