14. März 2019

Entgeltdiskriminierung ist kein Einzelschicksal

Paulwip / Pixelio.de

Zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zum Gender Pay Gap erklärt Doris Achelwilm: „Entgeltdiskriminierung ist kein Einzelschicksal, sondern Ausdruck massiver struktureller Benachteiligungen von Frauen. Auch in diesem Jahr bekommen Frauen bei der Erwerbsarbeit pro Arbeitsstunde ein gutes Fünftel weniger als Männer und arbeiten deshalb quasi bis Ende März unbezahlt. Selbst unter Einbeziehung von Struktureffekten eines an männlichen Erwerbsbiographien ausgerichteten Arbeitsmarktes bleiben sechs Prozent ‚bereinigter‘ Gender Pay Gap - also offene Lohndiskriminierung gegen Frauen, weil sie Frauen sind. Weil Frauen häufiger in kleineren Betrieben arbeiten, wird auch das Entgelttransparenzgesetz der Bundesregierung mit seinen hohen bürokratischen Hürden daran nichts ändern. Wir fordern ein Verbandsklagerecht gegen Entgeltdiskriminierung, eine umfassende Aufwertung von Berufen und Branchen der Pflege- und Sorgearbeit sowie stärkere Instrumente für Betriebsräte bei der Durchsetzung von Equal Pay.“