19. Februar 2019

Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit und sechs Prozent mehr Gehalt!

Quelle: eigenes Foto

Liebe Kolleginnen und Kollegen,  

auch in der zweiten Tarifrunde hat die Tarifgemeinschaft der Länder kein Angebot vorgelegt. Das ist eine deutliche Geringschätzung gegenüber den Kolleginnen und Kollegen, die täglich wichtige Arbeit im Bildungsbereich, in der Verwaltung und in den Kliniken der Länder leisten. Ihr bestreikt heute alle Schulen in Bremen und Bremerhaven und zeigt damit deutlich, dass Ihr Euch eine solche Behandlung durch die Arbeitgeberseite nicht gefallen lasst. Sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens 200 Euro mehr – das ist absolut nicht zu viel verlangt. Eure Forderungen sind berechtigt und müssen sich deshalb im neuen Tarifvertrag klar wiederfinden lassen. 

Dass der Anspruch „Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“ bis heute nicht umgesetzt wurde, ist einer der Hauptgründe für viele Armutsrenten, für soziale Spaltung und das hohe Lohngefälle zwischen Männern und Frauen. Es wird Zeit für echte Lohngerechtigkeit. Es ist nicht gerecht, wenn angestellte Lehrkräfte – trotz gleicher Arbeit – anders bezahlt werden als verbeamtete Kolleg*innen, wenn  Sozialpädagog*innen und Therapeut*innen im Landesdienst weniger Gehalt bekommen als Kolleginnen und Kollegen, die kommunal angestellt sind. Deshalb fordert Ihr die Einführung der Paralleltabelle und die Angleichung der Gehälter im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder und Kommunen – richtig so. 

Ich wünsche Euch für die notwendigen Auseinandersetzungen viel Kraft, Solidarität und Erfolg. 

Mit solidarischen Grüßen aus derzeit Berlin  

Doris Achelwilm